1. Die Rede von Fritz Schäffer: Ein Bekenntnis zum Beutestaat
Am 15. März 1951 eröffnete der erste Bundesfinanzminister Fritz Schäffer die Akademische Bundesfinanzschule in Siegburg. Seine Rede ist ein Dokument der verfassungswidrigen Praxis des deutschen Steuerstaats. Schäffer sagte:
„Es muss heute eine Hauptaufgabe der deutschen Finanzverwaltung sein, die deutsche Bevölkerung zu erziehen und zu veranlassen, die bestehenden Gesetze einzuhalten und zu achten.“
Die „bestehenden Gesetze“ – das war das Einkommensteuergesetz (EStG) vom 16. Oktober 1934, unterzeichnet von Adolf Hitler. Schäffer, der als bayerischer Ministerpräsident die Entnazifizierung nicht ernst nahm und von den Alliierten abgesetzt wurde, forderte die Erziehung der Bevölkerung zur Steuerehrlichkeit. Er sagte weiter:
„Wenn einer unanständig gegenüber der Gemeinschaft ist und die bestehenden Gesetze zu seinem Vorteil und zum Nachteil aller anderen missachtet, so zwingt er die Öffentlichkeit, die ihre Aufgaben erfüllen muss, immer neue Lasten, und zwar auf den anständigen Bevölkerungsteil zu legen.“
Die wortlautzentrierte Analyse zeigt: Weiterlesen