1. Der Fall: Ein Bürgermeister, der die Unwahrheit sagt
Der SPIEGEL (07.07.2026) berichtet über eine neue Wendung im Fall des Berliner Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU). Wegner hatte in einem Interview behauptet, er habe am Morgen des großen Stromausfalls (3. Januar 2026) ab 8.08 Uhr „die Telefonate geführt“, um die Krise zu managen. Nun stellt sich heraus: Er hat an diesem Morgen mit niemandem dienstlich telefoniert. Der Austausch erfolgte per Textnachrichten – ein Telefonat mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) fand erst um 12.45 Uhr statt. Wegner hat damit in mindestens drei Fällen unwahre Angaben über sein Krisenmanagement gemacht.
Die Opposition (Grüne) spricht von einem Vertrauensverlust: Wegner habe „jedes Vertrauen der Berliner*innen verloren“. Weiterlesen