1. Die Prämisse der Analyse
Der SPIEGEL-Artikel vom 30. September 2026 berichtet, dass die Innenminister der Länder ihre jahrzehntelange Praxis ändern: Künftig sollen Beschlüsse der Innenministerkonferenz (IMK) nicht mehr einstimmig gefasst werden müssen. Stattdessen soll eine Mehrheit von 13 der 16 Stimmen ausreichen. Hintergrund ist die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt. Nach dem Wahlerfolg der AfD könnte dort künftig ein Politiker der Partei das Innenressort übernehmen. Die wortlautzentrierte Methode prüft diesen Vorgang nicht auf seinen politischen Gehalt, sondern auf seine strukturelle und methodische Beschaffenheit. Sie fragt: Handelt die Exekutive hier nach Gutdünken? Weiterlesen