1. Der Fall: Ein Kaufvertrag – ja oder nein? Und die Rolle von Jens Spahn
Der Textilhändler Pure Fashion Agency (Hamburg) fordert vor dem Landgericht Bonn vom Bund 464 Millionen Euro (287 Mio. Euro plus Zinsen) aus einem angeblichen Kaufvertrag vom März 2020 über Corona-Masken. Der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte den Firmenchef Matthias Timm am 8. März 2020 telefonisch um Hilfe gebeten. In Mails schrieb Spahn: „Ich will das heute rechtlich verbindlich […] einlocken“ und „Jetzt will ich erst mal rechtlich verbindlich das Zeug ;-)“. Das Ministerium zog sich später zurück – mit der Begründung „mangelnde Bonität“ der Firma. Eine teurere Schweizer Firma mit CSU-Kontakten bekam den Auftrag. Das Landgericht Bonn verhandelt am 10. Juni 2026. [Quelle: t-online, 10.06.2026]
Die wortlautzentrierte Analyse fragt nicht nur nach dem „ob“ eines Kaufvertrags. Sie fragt: Weiterlesen