1. Die Prämisse der Analyse
In der aktuellen Stunde des Bundestags am 10. Juli 2026 hielt der AfD-Abgeordnete Götz Frömming eine Rede, in der er die gewalttätigen Übergriffe auf Journalisten alternativer Medien während des AfD-Parteitags in Erfurt am 4. und 5. Juli 2026 thematisierte. Er verglich die mediale Berichterstattung über diesen Vorfall mit der Berichterstattung über die Ereignisse in Chemnitz 2018 und kritisierte die aus seiner Sicht ungleiche Behandlung von Opfern je nach politischer Ausrichtung der betroffenen Medien.
Die wortlautzentrierte Methode prüft diese Rede nicht auf ihren politischen Gehalt, sondern auf ihre faktische und verfassungsrechtliche Korrektheit. Sie fragt: Stimmen die Fakten? Werden die Grundrechte korrekt zitiert? Die Antwort ist: Frömming hat in vielen Punkten faktisch recht, aber seine Rede ist politisch instrumentalisiert und verfassungsrechtlich unvollständig. Sie ist ein weiteres Beispiel für die verfassungsdämpfende Methode der AfD.




