1. Der Referentenentwurf: Ein Angriff auf die Grundrechte unter dem Deckmantel der Sicherheit
Während die Fußball-WM die Öffentlichkeit ablenkt, plant Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) die tiefgreifendste Umgestaltung des deutschen Nachrichtenwesens seit 1949. Ein Referentenentwurf mit fast 600 Seiten sieht vor: [Quelle: Tichys Einblick]
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Den Verfassungsschutz vom Nachrichtendienst zum Geheimdienst umzubauen – mit aktiven Eingriffsbefugnissen.
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Den BND zu ermächtigen, 15 % aller technisch übertragbaren Daten an zentralen Internetknotenpunkten abzugreifen – was faktisch einer Totalüberwachung gleichkommt.
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Eine neue Kontrollkommission einzurichten, die weder gerichtsähnlich noch rechtsstaatlich ist – ein Tribunal ohne Öffentlichkeit, ohne Beteiligung der Betroffenen, ohne effektiven Rechtsschutz.
Dr. Ulrich Vosgerau, Verfassungsrechtler, stellt klar:
„Der Unterschied ist, dass ein Nachrichtendienst nur Informationen zusammenträgt, aber selber nichts tut. Er ergreift keine Maßnahmen. Und das soll jetzt geändert werden.“
Die wortlautzentrierte Analyse zeigt: Dieser Entwurf ist nicht nur sicherheitspolitisch fragwürdig – er ist verfassungswidrig. Er greift in fundamentale Grundrechte ein, ohne das Zitiergebot (Art. 19 I 2 GG) zu erfüllen. Er beruht auf einem illegitimen Parlament. Er ist der Versuch, den Rechtsstaat in einen Geheimdienststaat zu verwandeln. Weiterlesen