1. Die Prämisse der Analyse
Gerhard Spörl kommentiert auf t-online.de den Aufruf von rund 1.000 Juristen des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV) und des SPD-Politikers Lars Klingbeil für ein AfD-Verbot. Spörl lehnt das Verbotsverfahren ab. Er argumentiert, die AfD sei „demokratisch gewählt“ und müsse „politisch bekämpft“ werden. Er bezeichnet den Ruf nach einem Verbot als Ausdruck des Prinzips: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“
Die wortlautzentrierte Methode prüft diesen Kommentar nicht auf seinen politischen Gehalt, sondern auf seine strukturelle und methodische Beschaffenheit. Sie fragt: Werden die Grundrechte korrekt zitiert? Wird der Staat in seiner Pflicht gesehen? Weiterlesen