1. Der FOCUS-Artikel: Eine Kritik am grünen Männlichkeits-Manifest
Nena Brockhaus kommentiert auf FOCUS online (07.07.2026) das von Grünen-Politikerinnen (Brantner, Lang, Reintke, Wagener) veröffentlichte „Manifest für moderne Männlichkeit“. Ihre Kernkritik:
-
Das Manifest sei eine Anmaßung: Politiker definierten, wie Männer zu sein hätten – und setzten damit einen Rahmen für „erlaubte“ Männlichkeit.
-
Der Inhalt sei harmlos bis banal, aber die Dreistigkeit des Gedankens – Männlichkeit politisch zu definieren – sei das eigentliche Problem.
-
Sie zitiert John Stuart Mill („Freiheit, unser eigenes Wohl auf unsere eigene Art zu suchen“) und Rosa Luxemburg („Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“) als Gegenposition: Individualismus statt politischer Vorgaben.
Politisch-moralisch ist diese Kritik nachvollziehbar. Die wortlautzentrierte Analyse fragt jedoch: Was sagt das Grundgesetz über Männlichkeit, Weiblichkeit und die Gleichheit der Geschlechter? Die Antwort ist eindeutig – und sie macht das grüne Manifest ebenso obsolet wie den politischen Streit darüber. Weiterlesen