„Schönbohm gegen Böhmermann: Ein verfassungswidriges Urteil – weil ein Amtsträger kein Persönlichkeitsrecht hat. Eine wortlautzentrierte Analyse.“

1. Der Vorgang: Ein Amtsträger klagt gegen Satire

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat entschieden: Jan Böhmermann und das ZDF dürfen bestimmte Aussagen über den früheren BSI-Chef Arne Schönbohm nicht mehr verbreiten. Die Sendung hatte Schönbohm eine „bewusste Kontakte zu russischen Nachrichtendiensten“ unterstellt – das OLG stuft dies als unwahre Tatsachenbehauptung ein, die Schönbohm in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletze. Eine Geldentschädigung von 100.000 Euro wurde abgelehnt. [Quelle: Focus, 16.06.2025]

Die wortlautzentrierte Analyse fragt nicht nach der inhaltlichen Richtigkeit des Urteils. Sie fragt nach der verfassungsrechtlichen Grundlage**: Durfte Schönbohm überhaupt klagen? Hat er als Amtsträger ein Persönlichkeitsrecht, wenn es um Kritik an seiner Amtsführung geht? Die Antwort lautet: Nein – und das Urteil ist daher verfassungswidrig und nichtig.

2. Die Prämisse: Grundrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat

Art. 1 Abs. 3 GG: „Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“

Wortlautzentrierte Bedeutung: Grundrechte sind Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat. Sie binden die öffentliche Gewalt – nicht Privatpersonen untereinander. Amtsträger (wie Schönbohm) sind Teil der öffentlichen Gewalt – sie sind grundrechtsverpflichtet, nicht grundrechtsberechtigt. Sie können sich in Ausübung ihres Amtes nicht auf die „persönliche Ehre“ (Art. 2 I GG) berufen.

Die wortlautzentrierte Konsequenz: Schönbohm war zum Zeitpunkt der Satiresendung (2022) BSI-Präsident – ein Amtsträger. Die Satire kritisierte seine Amtsführung (angebliche Kontakte zu russischen Geheimdiensten). Damit ist Schönbohm kein Grundrechtsträger – er kann sich nicht auf sein „Persönlichkeitsrecht“ berufen.

3. Amtsträger haben keinen Ehrenschutz (BVerfG-Rechtsprechung)

Das BVerfG hat in ständiger Rechtsprechung (z. B. 1 BvR 917/09 vom 28.11.2011) klargestellt:

„Denn anders als dem einzelnen Staatsbürger kommt dem Staat kein grundrechtlich geschützter Ehrenschutz zu. Der Staat hat grundsätzlich auch scharfe und polemische Kritik auszuhalten.“

Wortlautzentrierte Bedeutung: Diese Aussage gilt für alle staatlichen Organe – einschließlich des BSI und seines Präsidenten. Schönbohm als Amtsträger muss scharfe und polemische Kritik an seiner Amtsführung aushalten – auch wenn sie in einer Satiresendung geäußert wird. Er kann sich nicht auf „persönliche Ehre“ berufen.

Die wortlautzentrierte Konsequenz: Das OLG München hat Schönbohm ein Persönlichkeitsrecht zugesprochen – obwohl er als Amtsträger kein solches Recht hat. Das Urteil ist verfassungswidrig.

Kriterium Schönbohm als Amtsträger Bewertung
Ausübung eines öffentlichen Amtes Ja – er war BSI-Präsident. Die Satire kritisierte seine Amtsführung.
Grundrechtsträger? Nein – er ist Teil der öffentlichen Gewalt. Er kann sich nicht auf Art. 2 I GG berufen.
Persönlichkeitsrecht? Nein – es sei denn, die Kritik betrifft sein Privatleben (was hier nicht der Fall war). Die Satire betraf seine Amtsführung.
Muss er Kritik aushalten? Ja – auch scharfe, polemische, satirische Kritik. Das BVerfG hat dies klar entschieden.

4. Die zivilrechtliche Dimension: Grundrechte im Zivilprozess

Im Zivilprozess (wie dem Fall Schönbohm/Böhmermann) geht es um Rechte zwischen Privaten. Grundrechte gelten nicht unmittelbar zwischen Privaten – sie binden nur die öffentliche Gewalt. Das Gericht muss zwar die zivilrechtlichen Normen (wie § 823 BGBgrundrechtskonform auslegen – aber es wendet die Grundrechte nicht unmittelbar an.

Die wortlautzentrierte Analyse dieser zivilrechtlichen Abwägung:

Ebene Bedeutung Bewertung
Zivilrechtliche Norm § 823 BGB (Schadensersatz wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung) Das OLG hat diese Norm angewandt.
Verfassungsrechtliche Bindung Art. 1 III GG bindet das OLG an die Grundrechte. Das OLG muss die zivilrechtlichen Normen grundrechtskonform auslegen.
Grundrechtsberechtigung Schönbohms Nein – als Amtsträger hat er kein Persönlichkeitsrecht bei Kritik an seiner Amtsführung. Die Klage hätte bereits aus diesem Grund abgewiesen werden müssen.

Die wortlautzentrierte Konsequenz: Das OLG hat eine zivilrechtliche Norm (§ 823 BGB) angewandt – aber es hat übersehen, dass Schönbohm als Amtsträger gar kein Persönlichkeitsrecht hat, das durch diese Norm geschützt werden könnte. Die Klage war unzulässig – das OLG hätte sie abweisen müssen.

5. Die Illegitimität des OLG – unabhängig vom Urteil

Unabhängig von der verfassungswidrigen Grundrechtsanwendung bleibt das OLG illegitim – weil das GVG, das DRiG und die ZPO nichtig sind (Art. 19 I 2 GG). Die vorgelegten Expertisen (Plath/Lenniger, Grundrechtepartei) haben dies unwiderlegbar gezeigt:

Ebene Verfassungswidrigkeit Rechtsfolge
Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) Nichtig (Verstoß gegen Art. 19 I 2 GG) Das OLG München ist keine legitime Institution.
Deutsches Richtergesetz (DRiG) Nichtig (Verstoß gegen Art. 19 I 2 GG) Die Richter sind möglicherweise „Richter auf Probe“ – nicht unabhängig (Art. 97 GG).
Zivilprozessordnung (ZPO) Nichtig (Verstoß gegen Art. 19 I 2 GG) Das Verfahren fand auf nichtiger Grundlage statt.

Die wortlautzentrierte Konsequenz: Das OLG München ist kein legitimes Gericht. Seine Entscheidung ist nichtig – unabhängig davon, ob sie inhaltlich richtig oder falsch ist. Schönbohm hat (vermeintlich) gewonnen – aber sein Sieg ist Makulatur, weil das Gericht, das ihn aussprach, illegitim ist.

6. Das Fazit (wortlautzentriert, radikal, endgültig)

Die wortlautzentrierte Wahrheit ist:

Frage Antwort
Ist Schönbohm als Amtsträger Grundrechtsträger? Nein – er ist grundrechtsverpflichtet, nicht grundrechtsberechtigt.
Kann er sich bei Kritik an seiner Amtsführung auf das Persönlichkeitsrecht berufen? Nein – der Staat hat keinen grundrechtlich geschützten Ehrenschutz.
Ist das OLG-Urteil verfassungskonform? Nein – es hat Schönbohm ein Persönlichkeitsrecht zugesprochen, das ihm nicht zusteht.
Ist das Urteil nichtig? Ja – doppelt nichtig: materiell (verfassungswidrige Entscheidung) und formell (illegitimes Gericht).
Was folgt daraus? Der Bürger sollte dieses Urteil nicht anerkennen – es ist Makulatur.

Die einzig konsequente, wortlautzentrierte Haltung ist:

*„Das Oberlandesgericht München hat entschieden: Arne Schönbohm, Ex-BSI-Chef, hat gegen Jan Böhmermann und das ZDF gewonnen. Die Satire, so das Gericht, verletze Schönbohms Persönlichkeitsrecht. Die wortlautzentrierte Analyse sagt: Dieses Urteil ist verfassungswidrig. Schönbohm war BSI-Präsident – ein Amtsträger. Die Satire kritisierte seine Amtsführung – nicht sein Privatleben. Amtsträger haben in Ausübung ihres Amtes keine Grundrechte. Sie sind grundrechtsverpflichtet, nicht grundrechtsberechtigt. Das BVerfG hat klargestellt: Der Staat hat keinen grundrechtlich geschützten Ehrenschutz. Schönbohm musste die Kritik aushalten – auch wenn sie satirisch, polemisch und scharf war. Das OLG hat dies ignoriert. Es hat einem Amtsträger ein Persönlichkeitsrecht zugesprochen, das ihm nicht zusteht. Das Urteil ist verfassungswidrig. Hinzu kommt: Das OLG München ist selbst illegitim – weil das GVG, das DRiG und die ZPO nichtig sind. Das Urteil ist doppelt nichtig: materiell verfassungswidrig und formell illegitim. Der Bürger schuldet diesem Urteil keinen Gehorsam. Die Lösung ist nicht die Reform des ZDF oder der Satire – die Lösung ist die Rückkehr zu einer verfassungskonformen Rechtsordnung: neue Prozessgesetze (mit Zitiergebot), legitime Gerichte, legitime Richter, die wissen, dass Amtsträger keine Grundrechte haben. Alles andere ist Theater. Schönbohms Sieg ist Makulatur – genau wie das System, das ihn ermöglichte. Der Rechtsstaat ist tot – es lebe das Grundgesetz von 1949. Und der mündige Bürger, der es anwendet – gegen das illegitime System.“*

Juristische Pointe an das OLG München, an Arne Schönbohm – und an die Bürger:

„Sie, OLG München, haben einem Amtsträger ein Persönlichkeitsrecht zugesprochen – obwohl das Grundgesetz ihm das nicht gewährt. Sie, Herr Schönbohm, haben geklagt – obwohl Sie als Amtsträger keine Grundrechte haben. Sie, Bürger, sollten sich nicht von diesem Urteil blenden lassen. Die wahre Frage ist: Warum darf ein Amtsträger sich gegen satirische Kritik wehren? Die Antwort: Weil die Justiz das Grundgesetz ignoriert. Das ist Verfassungsbruch – nicht mehr, nicht weniger. Der Rechtsstaat ist tot – es lebe das Grundgesetz von 1949. Und der mündige Bürger, der es anwendet – gegen das illegitime System.“**

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